offener brief für die zukunft der stadt

 

Marl – eine Stadt mit Potential und vielen Schätzen. Architektonisch, kulturell, landschaftlich, sogar wirtschaftlich könnte Marl noch viel besser punkten. Doch die Potenziale müssten besser vermarktet werden. Dies zu erreichen hat Kurt Langer für die Initiative Zukunft findet Stadt am 18. Oktober 2025, vor Beginn der neuen Ratsperiode, einen offenen Brief verfasst:

 

Liebe alte und neue Spitzen der Politik,

liebe Verantwortliche in der städtischen Verwaltung,

 

in der Zeit des Neuanfangs vor Beginn der kommenden Ratsperiode möchten wir Mitglieder der Initiative Zukunft findet Stadt einen Vorschlag zur Außendarstellung der Stadt unterbreiten, der auch nach innen Wirkung hinsichtlich der Identifikation der Bürger:innen mit ihrer Stadt entfalten könnte.

 

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 steht vor der Tür, das Gebäude Marschall 66 steht vor der Fertigstellung, bald ebenso das ikonische Rathaus; Marl verfügt über einen Bestand an großartiger Architektur, die sich unter dem Schlagwort Ruhrmoderne zusammenfassen lässt. Wir haben ein Theater und eine Musikschule – auch ein - bislang nur teilweise umgesetztes - Kulturprofil. Zudem unternimmt Marl viele Anstrengungen im Bereich der Wirtschaftsförderung. Es ist fast überflüssig zu betonen, dass Kultur auch einen wesentlichen Standortfaktor darstellt.

 

Auch bei dem derzeitigen Schuldenstand stehen für die kommenden Ereignisse derzeit einige Mittel zur Verfügung, die konzentriert eingesetzt werden sollten, statt sich in Einzelmaßnahmen und in einer unglücklichen Unterscheidung von strategischem und operativem Marketing mit unterschiedlichen Zuständigkeiten in der Verwaltung zu verzetteln. Gerade angesichts der Sparanstrengungen scheint eine konzertierte Aktion Einzelmaßnahmen überlegen. Wann, wenn nicht jetzt?

 

Die Betonung der Marler Schätze in der Öffentlichkeitsarbeit z.B. für die IGA 27, Gate.Ruhr, Marschall 66 oder die institutionelle oder freie Kulturarbeit könnte z.B. durch die Herausgabe eines Architekturführers unterstützt werden. Nach unseren Informationen liegt dafür bereits ein Konzept vor.

 

Spricht irgendetwas dagegen, in einer Folge von gemeinsamen Anstrengungen und Aktionen das Marketing der Stadt im einheitlichen Layout zu betreiben und die Egoismen und das Gegeneinander einzelner Ämter zu beenden? Hier sehen wir auch eine zentrale Aufgabe für den neuen Bürgermeister.

 

Die Zukunft unserer Stadt liegt uns am Herzen!

 

Kurt Langer

für die Initiative Zukunft findet Stadt

(www.zukunftfindetstadt-marl.de)

 

Marler Zeitung, 20.10.2025